
Nach einer Darmkrebstherapie geht das Leben weiter. Dabei erhält die körperliche Aktivität in der Versorgung immer mehr Gewicht. Das beschreibt die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ der DGVS. Basis dieser Empfehlung sind neue Studiendaten, die zeigen, dass ein strukturiertes Bewegungsprogramm das krankheitsfreie Überleben und das Gesamtüberleben verbessern kann. Priv. Doz. Dr. C. Pox, Bremen, Mitverfasser der Leitlinie, bezieht sich dabei auf die CHALLENGE-Studie. Fazit der Studie: Ein dreijähriges strukturiertes Trainingsprogramm, das kurz nach der adjuvanten Chemotherapie gegen Darmkrebs eingeleitet wurde, führte zu deutlich längerem krankheitsfreiem Überleben und zu Befunden, die mit einer längeren Gesamtüberlebenszeit übereinstimmen. Prof. Birgit Terjung, DGVS-Mediensprecherin, unterstreicht die Bedeutung der körperlichen Aktivität nach einer Darmkrebstherapie: „Wir müssen Darmkrebs-Betroffene auch dabei unterstützen, wieder aktiv zu werden und selbstwirksame Schritte für ihre Gesundheit zu machen“. Dr. H. Meyer – Stiftung LebensBlicke. Quelle: Biermann Medizin (Courneya KS, Vardy JL, O’Callaghan CJ et al. Structured Exercise after Adjuvant Chemotherapy for Colon Cancer. N Engl J Med 2025; 393:13-25)



