Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!

Dear international users, LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



„Familiärer Darmkrebs“ in der Jakobuskirche

Am Donnerstag, 8. Januar 2026, wurde in der protestantischen Jakobuskirche Oggersheim-Melm die Wanderausstellung „Familiärer Darmkrebs – Früh informiert, besser geschützt.“ vor zahlreichen interessierten Besucherinnen und Besuchern eröffnet. Zum Auftakt sprachen Stefanie Hönle von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e. V. (LZG) sowie Prof. Dr. Jürgen Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke aus Ludwigshafen. Die Ausstellung vermittelt anschaulich Wissen zum familiären Darmkrebs, zu Möglichkeiten der Früherkennung sowie zur Bedeutung einer offenen Kommunikation über Darmkrebserkrankungen innerhalb der Familie. Zentrales Element sind sechs lebensgroße Aufsteller, die eine fiktive Familie darstellen. Infotafeln und Kurzinterviews zu sechs unterschiedlichen Fachthemen verbinden für die Betrachterinnen und Betrachter persönliche Geschichten mit medizinischen und präventiven Informationen. Im Anschluss an die Eröffnung stand Prof. Riemann für Fragen zur Verfügung und brachte seine Expertise auch während des gemeinsamen Kaffeetrinkens in Gespräche ein. Begleitet wurde der Nachmittag von Brigitte Roos, 1. Vorsitzende des Fördervereins der Jakobuskirche, die der Stiftung eine Spende überreichte, sowie von Pfarrer Andreas Große. 
Die Ausstellung wurde von der LZG und der Stiftung LebensBlicke mit Förderung der BARMER entwickelt. Sie kann bei der LZG für Einsatzorte in Rheinland-Pfalz ausgeliehen werden (www.lzg-rlp.de). Die bisher geplanten weiteren Ausstellungsorte sind hier einsehbar.

 

GLP-1 Rezeptor Agonisten –  Einfluss auf das Krebsrisiko

GLP-1 Rezeptor Agonisten sind in der Behandlung des Übergewichts, der Adipositas und des Diabetes mellitus Typ 2 weit verbreitete Therapiemaßnahmen. Es ist bekannt, dass gerade die Adipositas ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Karzinomen, insbesondere auch von kolorektalen Karzinomen bei jüngeren Menschen (unter 50 Jahren) ist. Erste Beobachtungen zeigen, dass die Behandlung mit GLP-1 Rezeptor Agonisten offensichtlich mit einer deutlichen Reduktion verschiedenster Krebsarten assoziiert ist, darunter vor allem von Endometrium Karzinomen und Ovarialkrebsen. Auch das Darmkrebsrisiko scheint beeinflussbar zu sein. Die Autoren schlussfolgern, dass diese Beobachtung dringenden Anlass dazu geben sollte, längere Follow-up Daten für die Erforschung des zugrunde liegenden Mechanismus und ihre klinischen Implikationen zu generieren. Die Daten zeigen auch, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke, dass die GLP-1 Rezeptor Agonisten offensichtlich nicht nur das metabolische Syndrom beeinflussen, sondern darüber hinaus auch antientzündliche Einflüsse mit relevanter Krebsprävention und Behandlung besitzen. Dai H, Li Y, Lee YA et al. GLP-1 Receptor Agonists and Cancer Risk In Adults With Obesity. JAMA Oncology 2025;11:1186-11931.

Prof. Dr. Klaus Blettner neuer OB von Ludwigshafen

Professor Dr. Klaus Blettner ist gestern im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Ludwigshafen in einer Sondersitzung des Stadtrats in sein Amt als neuer Oberbürgermeister der Stadt eingeführt worden. Blettner wurde am 12. Oktober 2025 in einer Stichwahl mit deutlicher Mehrheit als Nachfolger von Jutta Steinruck gewählt, die nach 8 Jahren als OB nicht mehr antrat. Blettner ist Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und war bisher an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen tätig. Er gehörte zuvor auch dem Stadtrat an. Blettner gab in seiner Antrittsrede als Leitziele für seine bevorstehenden Amtsjahre Haltung und Richtung, Zutrauen in Transformation, Tempo, Transparenz und Teamgeist an. Die Stiftung Lebensblicke gratuliert Prof. Blettner sehr herzlich zu seiner Wahl und dankt ihm sehr, dass er die Zusammenarbeit auch mit der Stiftung Lebensblicke sehr gerne fortsetzen möchte. „Er wird sowohl an der Auftaktpressekonferenz der Stiftung zum Darmkrebsmonat März 2026 als auch am Präventionsnachmittag der Stiftung im Mai 2026 teilnehmen. Wir wünschen Prof. Blettner viel Erfolg, Glück, aber auch Entschlossenheit und stringentes Festhalten an seinen Zielen „so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke. Foto: Stadt Ludwigshafen

Neue Botschafterin 2026 der Stiftung LebensBlicke

Dr. Elisabeth „Lisa“ Federle, die bekannte Ärztin, Bestseller-Autorin und Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Tübingen, übernimmt für das Jahr 2026 das Amt als neue Botschafterin der Stiftung LebensBlicke. Federle setzt sich mit großem Engagement für die Gesundheitsvorsorge und das frühzeitige Erkennen von Krankheiten ein: „Botschafterin für die Stiftung LebensBlicke zu sein, ist für mich eine besondere Ehre und zugleich ein persönliches Anliegen. Als Ärztin weiß ich, wie entscheidend die Früherkennung von Darmkrebs für die Heilungschancen ist. Ich möchte die Menschen ermutigen, Vorsorgeangebote wahrzunehmen, denn jeder rechtzeitig entdeckte Befund kann Leben retten. Wenn ich durch meine Rolle auch nur einen Mitmenschen mehr überzeuge, dann hat sich die Aufgabe schon gelohnt.“ Sie übernimmt das Amt von dem TV-Moderator und Sportjournalisten Michael Antwerpes. Die Stiftung LebensBlicke arbeitet mit zahlreichen prominenten Unterstützern sowie bundesweit mit über 200 Regionalbeauftragten zusammen, um die Bevölkerung für die lebensrettende Vorsorge zu sensibilisieren. Foto: ©Ulrich Metz

Metabolom-Muster und ultra-verarbeitete Lebensmittel

In einer aktuellen Gut-Arbeit (online-first) untersuchte ein Forschungsteam von der Harvard Medical School in Boston, ob sich ein typisches Blut-Metabolom-Muster für den Verzehr von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln (UPF) ableiten lässt – und ob dieses Muster mit dem Risiko für Darmkrebs zusammenhängt (1). Dazu wurden Ernährungsdaten (Food-Frequency-Questionnaires) und eine umfangreiche Metabolomik aus Blutproben in zwei großen US-Kohorten (Nurses’ Health Study und Health Professionals Follow-up Study) kombiniert. Aus 222 Metaboliten wurde ein UPF-assoziiertes Muster aus 50 Metaboliten (v. a. Lipide und Aminosäuren) entwickelt und validiert. Im anschließenden prospektiven Fall-Kontroll-Vergleich (686 Darmkrebsfälle mit passenden Kontrollen) war ein hoher UPF-Metabolom-Score mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden: Personen im höchsten Quintil hatten gegenüber dem niedrigsten Quintil eine Odds Ratio von 1,71. „Die Studie liefert damit biologische Hinweise darauf, über welche Stoffwechselwege ultra-verarbeitete Ernährung zur Darmkrebsentstehung beitragen könnte. Für die Prävention unterstreicht sie die Bedeutung, ultra-verarbeitete Produkte zu reduzieren und stattdessen stärker auf frische, wenig verarbeitete Lebensmittel zu setzen“, kommentiert Dr. Lukas Welsch vom Vorstand der Stiftung Lebensblicke.
1. Du M, Wang X, Hang D et al. Metabolomic pattern of ultra processed food intake and its association with colorectal cancer risk. Gut Published Online First: 24 December 2025. doi: 10.1136/gutjnl-2025-335618.